Foto von Weido mit der Gitarre beim Auftitt am Fischerbrunnen in Schwarz weiß

Weido

Als fränkischer Einwanderer, erschöpft und ausgedörrt, nach langer, erschwerlicher Einreise, wachte "Willibald von Gittarero" an der Greifswalder Stadtmauer auf. In der Stadt der total begrenzten Möglichkeiten fasste er den Entschluss neu anzufangen.

Nach langer Phase geistig in sich gekehrter Meditation kam ihm der Perfekte Plan: Er nutzte die Erfahrung seines früheren Berufslebens als "Folterknecht unkooperativer Saiteninstrumente" und gründete eine Band aus mittellosen, romatisch veranlagten Obdachlosen. Seitdem beglückt er die Freiwilligen und fluchtunfähigen Zuhörer mit alkoholgeschwängerten, lyrischen Ergüssen und knallharten Gitarreneskapaden. Seither diskutiert er sich durch das greifswalder Nachtleben, bekannt unter seinem neuen Namen "Weido".

Foto von Henry mit Schlagzeug beim Auftitt am Fischerbrunnen in Schwarz weiß

Henry

Unser bierbetriebenes Metronom, günstig in einer Seitengasse hinter einem Ortsansässigem KIK erstanden, gibt den rythmisch romantischen Takt in unserer Musikschmiede an.

Ob obszöne Schlafzimmerrythmen oder nächtlich jamaikanische Liebestrommelgeräusche - unser Rythmusgerät lässt aller Herzen höher schlagen, solange der Bierakku geladen ist. Aufgrund einiger Verarbeitungsfehler gibt unser Metronom hin und wieder auch mal andere seltsam ekstatisch klingende Geräusche von sich. Diese schmiegen sich aber meist glamourös-erotisch an die schon vorhandenen Rotlichtrythmen der greifswalder Bahnhofsnächte an. Wenn mal kein Schlagzeug zur Verfügung steht trommelt unser Taktgerät auch gerne mal, in alter Bud Spencer-Manier, auf Faschos rum. Unser liebes Metronom, wir tauften es "Henry".

Foto von Below bei irgendeiner hässlichen Pose in Schwarz weiß

Below

Als Traum finanzieller Unabhängigkeit nahm Patient 285 an zahllosen Haarexperimenten teil, wurde dann jedoch aufgrund einiger Missverständnisse, wegen "Erregung öffentlichen Ärgernisses", durch scheußliche Zurschaustellung unerträglicher Frisurkreationen zu lebenslangen Sozialstunden, bei einer Mitglieder verschleißenden, obdachlosen Band verurteilt.

Nach kurzer Eingewöhnung, in die sozialen Gepflogenheiten mittelloser Musikkrimineller, befasste sich Patient 285 mehr mit der Materie und studierte wissenschaftliche Machwerke zu diesem Thema, wie: "Klugscheißen für Dummies","Nur Radler ist Cooler" und "Bass spielen für Grenzdebile" und wurde schnell zum nervenden Virtuosen auf diesen Themengebieten. Seither bereichert er die als Band getarnte Alkoholverbrennungsanlage mit schlechten Witzen, futuristischen Erscheinungsbildern und epileptisch wirkenden E-Bass-Misshandlungen. Sein Therapeut glaubt sein Name war "Below"

foto von heizow mit seinem grauenhaften bart

Heizow

1947 stürzte ein unbekanntes Flugobjekt über Roswell, New Mexiko ab. Lange Zeit unter Verschluss gehalten und zahllosen Experimenten ausgesetzt, fristete der Pilot des Flugobjektes, bei den Wissenschaftlern nur unter dem Codenamen „Beard“ bekannt, weil zu 99,99% aus Haaren bestehend, sein Dasein. Nach vielen Jahren der Gefangenschaft gelang es Beard auf spektakuläre Art und Weise zu fliehen. Lange versteckte sich das wie aus Barthaaren bestehend wirkende Knäuel in der Wüste. Sich wie ein Wüstenbusch fortbewegend, rollte es von Ort zu Ort und ernährte sich dort von den verschütteten Alkoholresten betrunkener Kneipengänger. Diese Lebensart und die Belastung des fremden Planeten, auf dem es nun festsaß, zeigten schon bald ihre ersten Auswirkungen auf den Außerirdischen. Ein fleischartiges Gebilde wuchs an seinem Hinterteil und wurde unaufhaltsam größer. Doch dieses mittlerweile enorm große und einem Menschen ähnelndem Gebilde bot Beard eine neue Chance den Planeten zu verlassen. Es brachte dem Gebilde Sprechen und Gehen bei und floh mit diesen neuen Fähigkeiten aus dem Land. Nach langer Reise landete es in einem vertäumten Kaff mitten in Europa: Greifswald. Sich noch immer vorwiegend von Alkohol ernährend, traf es auf einer nächtlichen Kneipentour auf einige Menschen die ihm ein unwiderstehliches Angebot machten. Seitdem lallt Beard, als menschlicher Sänger getarnt, in jedes ihm zugängliche Mikrofon in der Hoffnung Kontakt mit seiner Spezies aufnehmen zu können. Auf die Frage wie es denn hieße, antwortete es mit dem, eigens von ihm, für sich und seinem menschlich wirkendem Anhang erdachten Namen: „Heizow“.